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zimmern, den er durchaus nicht entbehrenkonnte. Dieses Bedürfniß wußte die Her-zogin von Ursini sehr gut zu ihrem Vorthei-le zu brauchen. Gcbvhrue Anna Maria dela Tremotllo, Wittwe des Herzogs vonBraccanio, aus dem Hause Ursini, weichenNahmen die Franzosen in des Ursins ver-wandelten, wußte sie, als Hofdame derersten Gemahlin Philipps V, dessen Gunstsich so glücklich zu erwerben, daß sie, alsdiese starb, sich sogar mit der Hoffnungschmeichelte, ihre Nachfolgerin zu werden.Leuchtete ihr doch das Beyspiel der Main-tenon vor! Aber sie war zu alt, um demKönige Philipp, ausser den drey Söhnen,die er schon hatte, noch mehr Kinder zuschenken. Sie machte indessen doch einenlistigen Plan, ihre Absicht zu erreichen.Als Gouvernante des Jnfautcn, wozu siesich ernennen ließ, wohnte sie mit dem Kö-nige in einem Pallaste, in welchem nur we-nige Hofleute Platz hatten. Ihr Plan waraber durch den Beichtvater vereitelt. Siebeschloß hierauf, den König zur Wahl einerPrinzessin, die aus Erkenntlichkeit ihrer Lei-tung folgen würde, zu bestimmen. Allein
ihre