auch dem Zaar, der sie bey einem Gast«mahle seines Lieblings kennen lernte. Mcnt«schikow gönnte ihr das Glück, dem Zaar zugefallen, weil er durch sie die ihm verhaßteMons zu verdrängen hoffte, die der preuss«schc Gesandte Kayserling dem Zaar ohne«dieß schon streitig machte. Kalharine, die«sen Nahmen hatte sie bey ihrer russischenTaufe bekommen, die ihrem neuen Herrnso unterwürfig, so unablässig bestrebt, sichdemselben gefällig zu machen, die äussersteSorgfalt für seine Gesundheit bewies, undseine häufigen Liebcshändel übersah, die er«warb sich in kurzer Zeit sein ganzes Ver«trauen, ohne es jedoch zu mißbrauchen.Peter ließ sie bald Ossudara, oder gnädigsteFrau, nennen. Ohne eine einzige Tugendeines fctngebildeten Frauenzimmers zu bcsiz«zcn, entzückte sie durch ihren männlichen,festen Sinn den Zaar so sehr, daß er sichnach einigen Jahren (1707) heimlich mitihr verhcyrathete, daß er endlich (1711März) die eheliche Verbindung mit dersel«bcn öffentlich bekannt machte. Sie begleite«te ihn zur Armee, und sie war es jetzt, dieihn in seiner großen Noth rettete.
Peter