Druckschrift 
15 (1805)
Entstehung
Seite
53
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Menge von Feinden, durchzuschlagen, oder zuverhungern. Aus dieser Verlegenheit riß ihnnur die weibliche Klugheit seiner GemahlinKatharinc heraus. Dieses bey der Zerstö-rung von Maricnburg in russische Gefangen-schaft gekommene Frauenzimmer war die Toch-ter eines Leibeignen aus dem KirchspieleRingen, in Ehstland. Sie war unter demNahmen Martha, als ein unehlichcs Kind,in das Kirchenbuch eingezeichnet worden.Der mitleidige Pfarrer des Ortes behieltsie bis in das vierzehnte Jahr bey sich.Darauf wurde sie bey einem lutherischenPfarrer zu Marienburg Dienstmagd. Acht-zehn Jahre alt hcyrathete sie <1702) einschwedischer Dragoner, der in einem Ge-fechte des folgenden Tages verschwand. Sieselbst befand sich nach wenigen Tagen in derrussischen Gefangenschaft. Sie diente hier-auf bey dem Fcldmarschall Scheremetew.Ihre natürlichen Fähigkeiten, und ihre Ge-schmeidigkeit, sich den Launen der Menschenanzuschmiegen, gefiel dem Fürsten Mentschi-kow so sehr, daß er nicht eher nachließ,als bis sie ihm Scheremetew abtrat. Durcheben diese Eigenschaften empfahl sie sich aber

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