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wartete nur auf einen Mann von Ansehn,der sich an ihre Spitze stellte. Dieser Mannwar der junge Fürst Franz Nagoczn, dersich des seiner Familie zugefügten Unrechtssehr lebhaft erinnerte. An diesen schlössensich viele von den vornehmsten Herren ausUngern und Siebenbürgen, schloß sich einegroße Menge andrer Mißvergnügten, an.Schon vor einigen Jahren (1700) hatte eineVerschwörung derselben die Absicht, dem öst-reichischcn Hause die Herrschaft über Ungernzu entreißen, und diesem Reiche seine ehe-mahligc Verfassm g wieder zu geben. WennLudwig XIV chiese Verschwörung auch nichtveranlaßte, so hatte er an der Unterhaltungder Unzufriedenheit in Ungern doch gewiß denlebhaftesten Anrhetl.
Nagoczy schickte einen französischen Ossi»cier, Nahmens Longurval, mit Briefen, nachFrankreich. Dieser vcrriclh dem Kaiser denAnschlag. Nun mußte er aber seine Reisenach Paris fortsetzen, und seine Roste einesMitvcrschworncn so lauge fortspiclcn, bisseine Entdeckungen ihre Vollständigkeit erhal-ten hatten. Man bemächtigte sich hierauf
(1701