Druckschrift 
14 (1805)
Entstehung
Seite
260
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Daß man von östreichischer Seite dasVordringen der Franzosen und Bayern sowenig mit Nachbruck verhinderte, daran wardie Bcschässtigung, welche die damahligenUnruhen in Ungern den Kaiserlichen gaben,hauptsächlich Ursache. Diese Unruhen wareneine Wirkung der partheyischen Behandlung,welche der Hof zu Wien die nngcrschcn Gro-ßen empfinden ließ. Als Leopold I, wahrendseines glücklichen Krieges gegen die Türken,eine eben so furchtbare als ansehnliche Armeein Ungern zu seinem Gebothe hatte, da regtesich in den Köpfen seiner Minister sehr leichtder Gedanke, das Gewicht, das eben dieseArmee dem Kaiser verlieh, zu benutzen, umden ungerschen Magnaten ihr Wahlrecht zuentziehen, und Ungern in eine erbliche Mo-narchie des Hauses Oestrcich zu verwandeln.Der Adel, der das Recht erhielt, durch Ma-jorate und Fidecvmmisse über sein Eigenthuinzu dispontrcn, der entsagte ziemlich bereit-willig dem Wahlrechte, das ihm nichts ein-brachte. Die protestantischen Bewohner Un-gerns waren froh, daß das Juguisitionsge-richt zu Epcries ihnen nicht langer Schreckeneinflößte. So fand der Antrag Leopolds,

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