gen am Rhein begünstigte, noch sehr ver-mehrt. Daß Landau (1702) in die Gewaltder Deutschen gekommen war, schien für dasfranzösische Interesse so ungünstig, daß mandiese Festung durchaus wieder erobern wollte.Allein der Herzog von Bourgognc, der es,an der Spitze eines großen Heeres, versuchte,war nicht glücklich. Um seine Ehre zu reuten, unternahm er die Belagerung von Brep-fach, eine der wichtigsten Festungen Deutsch-lands, die, mit allen Kriegsbcdürfnisscn vor-trefflich versehen, eine zahlreiche Besatzunghatte, über welche der von dem einsichtsvollenGrafen Marsigli unterstützte Graf von Arcoden Oberbefehl führte. Jedermann erwartete,baß sich die Festung standhaft, daß sie sichwenigstens einen Monath hindurch vcrthcidi-gcn würde; auch hatten Commandant undOfficiere den ausdrücklichen Befehl, der Vcr-theidigung der anvertrauten Festung selbst ihrLeben aufzuopfern. Aber kaum waren dieFranzosen vor den Wallen derselben erschie-nen, als die Oberbefehlshaber (öten Scpt.)sich schon zur Ucbergabe bereit zeigten. DerKriegsrath zu Wien konnte mit Grund einverrätherischeS Einverstandniß vermuthcn.
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