Krieges zu machen, und den Kaiser in seinenErblandern anzugreifen. Diesen Plan hatteVillars schon im vorigen Fcldzuge ausführensollen; aber es war ihm nicht gelungen.Jetzt (170z Febr.) drang er aber, mit einerüberlegenen Macht, über die deutschen Ver-schanzungcn so unaufhaltsam vor, daß sich diekaiserliche Armee unter dem Prinzen von Va-den zurückziehen mußte. Um sich längs demRhein einen festen Standpunkt zu verschaf-fen, belagerte Villars die Ncichsftstung Kehl,und da diese sich in schlechtem Zustande be-fand , und nur von wenigen Kanonen ver-thcidigt wurde, so konnte sie keinen langenWiderstand thun, und sie mußte sich (am 11.Marz) ergeben.
Um der Vereinigung mit dem Kurfürstenvon Bayern, die ihm sein Monarch zur aus-drücklichen Pflicht gemacht hatte, entgegenzu-gehen , griff Villars (24. April) die Ver-schanzungen der deutschen Armee bcy Stoll-hvfcn an; aber der unglückliche Versuch ko-stete ihm 4000 Mann, und die Deutschenversperrten ihm alle Zuführe von Lebensbe-dürfnissen so sehr, daß er sich zurückziehen
mußte.