lich gab er aber doch seine Einwilligung, daßsein Enkel Philipp nach Madrid reisen, und(1701 April) von der spanischen Krone Be-sitz nehmen durfte. Eine ansehnliche französischeArmee, die schon an der Granze stand, schlugalle Gegenanstaltcn, welche die wenigen Anhän-ger des Hauses Oestreich hatten mache» können,vollends nieder. Daher äusserte damahls auchnicht eine Provinz über diese Negierungsvcr-anderung einige Unzufriedenheit. Der Kur-fürst von Bayern ließ die Niederlande, derenObcrstatthalter er war, sogleich von französi-schen Truppen besetzen. Sowohl die See-machte, als die übrigen Könige und Fürstenvon Europa, verstanden sich noch vor demEnde des folgenden Jahres (1701) dazu,Philipp von Anjou als König von Spanienanzuerkennen. Der Hof zu Wien behandeltedie Sache mit der unbegreiflichsten Nachläs-sigkeit. Er ließ es geschehen, daß der Vice-könig von Catalonicn, ein Prinz von Hcssen-dar.nstadt, daß der Prinz von Vaudemont,Statthalter von Moyland, beyde dem HauseOestreich sehr ergeben, sich dem Könige Phi-lipp unterwarfen. Die Ankunft einer Silber-flotte von unermeßlichem Werth war für de»N 2- neuen
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