Druckschrift 
14 (1805)
Entstehung
Seite
192
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IH2

mer weniger. Oropeza und Amirante, diebepdcn Minister, die sich Oestreichs am mei-stcn annahmen, verlohren ihre viclwirkendenStellen. Portocarrero, der jetzt den erstenNachgebe!' Karls II machte, fand, als Pastriot, den Gedanken einer Theilung der spa-nischen Monarä)ie ganz unerträglich. DerBesitzer war ihm gleichgültig; indessen fühlteer gegen das bourbonische Haus doch keinebesondre Abneigung. Um die Seelenruheseines Königes wieder herzustellen, gab erihm den Rath, die Entscheidung dieser Sachedem Ausspruche der vornehmsten Theologenund Juristen seines Reiches zu überlassen.Urraca, Porrocarrero's Secrctär, der alleslenkte, brachte es leicht dahin, dasi man sicheinstimmig für einen französischen Prinzen er-klärte. Karl II gcricth darüber in eine leb-hafte Bestürzung. Er liebte das bourbonischeHaus nicht, und es war ihm ein höchst un-angenehmer Gedanke, seine Monarchie einemandern, als einem Stammvetter, zu hinter-lassen. Porrocarrero bewvg ihn hierauf, dieMcpnung des Oberhauptes der Kirche einzu-holen. Karl schrieb deswegen (1700 Inn.)eigenhändig an den Pabst. Dieser, dem der

Auftrag