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reisen lassen. Man that daher den Vorschlag,den Erzherzog zum Statthalter von Maylandzn ernennen, damit man ihn auf genuesischenSchissen nach Spanien schaffen konnte. DasBenehmen des Hofes zu Wien war so umbegreiflich unentschlossen und widersinnig, daßman, um es zu erklären, sogar ein Einver-ständnis; einiger kaiserlichen Minister mit Lud-wigs XIV Cabinet vermnchet hat. Daß dieKönigin und die spanischen Minister für Sest-rcichs Interesse sich nun ganz kaltsinnig zeig-ten, war sehr natürlich.
Um so eifriger arbeiteten jetzt die Fran-zosen und ihre Anhänger. Da von dem An-züge deutscher Truppen nun gar nicht mehrdie Rede war, so konnte das französischeKncgsvolk auch den Winter durch in Catalo-nien bleiben. Indessen wurde auch die Zahlder Franzosen zu Madrid immer größer. Unterihnen zeichnete sich vornehmlich Ludwigs XIVbevollmächtigter Minister, der Marquis vond'Harcourt, aus, der seine Nolle ganz vor-trefflich spielte. Mit der am spanischen Hofeherrschenden Unordnung und Verschwendungbekannt, wußte er durch seine wohlangebrachte
Frey-