Druckschrift 
14 (1805)
Entstehung
Seite
180
Einzelbild herunterladen
 

iLo

Doch die Deutschen, die der jungen KS-nigin nach Madrid gefolgt waren, verstandennicht die Kunst, die Spanier für eine östrei-chische Regierung zu gewinnen. Die Geist-lichen, die bey der alten Königin in großemAnsehn standen, fühlten sich durch das stolzeBetragen der Deutschen im Gefolge der Kö-nigin gekrankt. Am meisten ärgerten sie sichüber die Grafin von Berlepsch, die, als Ver-traute der jungen Königin, nicht nur ihreGunst, sondern auch die Gnade des Königs,gewaltig mißbrauchte, die die Äemter undEhrenstcllen fast mit uneingeschränkter Gewaltverkaufte. Ihr habsüchtiges, eigenmächtigesVenehmen zog den Oestreichern die Abneigungund den Haß der Nation zu. Am meistenverwünschte Montcrey die deutschen Nahmen.

Ausser Ludwig XIV und Leopold I, gabes aber noch zwei) Prinzen, die ein Rechtauf die spanische Monarchie behaupteten; dereine war der Herzog Victor Amadeus I!von Savoyen, der von einer Tochter Phi-lipps II abstammte, und der andre der Kur-prinz von Bayern, ein Enkel der an Leo-pold I vermählten Schwester Karls II. Bcyde

hatten