Druckschrift 
14 (1805)
Entstehung
Seite
178
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dits wurde schon durch die ziemlich gewisseAussicht, daß mit Karln II der Mannsstammdes spanischen Königshauses erlöschen würde,verhindert. Die Hoffnungen, mit denen mansich in Ansehung der Schwangerschaft derjungen Königin getauscht hatte, verschwandenimmer mehr, weil die Schwächlichkeit KarlsII immer merklicher zunahm. Ilm so lebhaf-ter wurden die Bewegungen nicht allein amHofe zu Madrid, sondern auch in andernCabinetten. Das künftige Schicksal der un-geheuren spanischen Monarchie war für ganzEuropa, besonders aber für das westliche,gar nicht gleichgültig. Am bedenklichsten aberschien es, wenn diese Monarchie mit einerandern, welche bereits eine furchtbare Größehatte, vereinigt werden sollte. Mit diesemUnglück drohctcn nun den übrigen Machtenvon Europa die Ansprüche Ludwigs XIV undLeopolds I. Ludwig hatte die ältre, und Leo-pold die jüngere Schwester Karls II, zur Ge-mahlin. Leopold war auch, weil er vonFerdinand I, Karls V Bruder, des Anhcrrnder Könige von Spanien, entsprossen war,der nächste Stammvetter. Am Hofe zu Wienglaubte man sich überhaupt von dem größern

Rechte