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selben kam hierauf an den Pfalzgrafen Phi-lipp Wilhelm von Ncuburg. Allein dieSchwester des letzten Kurfürsten von der sim-mernschen Linie, Charlotte Elisabeth, die anLudwigs XIV Bruder, den Herzog von Or-leans, vermählt war, diente jenem zum Ver-wände, in ihrem Nahmen einen großenTheil von dem simmernschen Laude in An-spruch zu nehmen. Seine Forderungen brachteein eigner Gesandter, der Abt Morel, nachHeidelberg. Der neue Kurfürst sollte nurdasjenige behalten, wovon er die Mauns-lehnschaft beweisen könnte. Der Kaiser Leo-pold I glaubte sich als Sberrichter berechtigt,diesen Handel zu entscheiden; Ludwig beriefsich aber auf den Ausspruch des Pabstes.Ohne Krieg konnte dieser Streit also nichtentschieden werden.
Ludwig XIV, dem beständig eine großeArmee im gerüsteten Zustande zu Gcbothestand, trotzte den übrigen europäischen Mäch-ten, und vornehmlich dem deutschen Reiche,dessen schlechte Kricgsvcrfassung ihm hinläng-lich bekannt war. Der Kaiser, der machtigsteNcichsstaud, brauchte den größten Theil sei-ner