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genten zu heucheln. Germaniens, der Sohndes Drusus, verband mit einem äusserst schongebildeten Körper die herrlichsten Geistcsfähig-leiten. Tibcrius hatte ihn, auf den Befehldes Augustns, für seinen Sohn erklärenmüssen; aber der liebenswürdige Prinz er-warb sich, sowohl durch die Eigenschaftenseines Herzens, als durch seine glücklichenFeldzüge gegen die Dalmaticr und Germa-zier, bey der unter seinem Befehle stehendenArmee ein so großes Vertrauen, daß sie ihn,nach dem Tode des Augusius (14), zum Im-perator ausrief. Allein der edle Germanicusthat alles, um die Jmperatorwürde von sichabzulehnen. Er drohete, als Vorstellungen,als Bitten die Soldaten nicht zur Ruhebringen konnten, sich selbst das Leben zu neh-men; er wendete die klügsten Mittel an, umdie Empörung zu unterdrücken. Das wirk-samste war die eifrigste Fortsetzung der KriegS-tinternehmung. Tibcrius dankte ihm für seine«dclmüthigen Gesinnungen auf die verbind-lichste Weise; aber desto starker regten sich inihm die Empfindungen des Neides, der Ei-fersucht, und des Mißtrauens. Er entfernteden Germanicus von seiner glänzenden Lauf-bahn