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bahn, und schickte ihn nach Affen, wo erseinen Tod durch Gift beschleunigen ließ. Erentzog dadurch dem römischen Staate einenPrinzen, der ihn, als Regent gewiß sehrglücklich gemacht haben würde, aber er ent-fernte, was noch schlimmer war, auch denje-nigen, der ihn bisher genöthigt hatte, seinerRegierung ein menschenfreundliches Ansehnzu geben.
Seit dem Tode des Germaniens überließsich Tiberius ganz den Ansbrüchen seiner an-gebohrncn Denkart ; seit der Zeit folgte erblos den Eingebungen seines vornehmsten Ver-trauten, des Scjans, in dessen schwarzemCharakter Arglist, Treulosigkeit-und Ehrsuchtdie Hauptzüge ausmachten. Dieser böseMensch, Oberbefehlshaber der Leibwache, un-terstützt von einer großen Schaar vonSchmeichlern und falschen Angebern aus demStande der Vornehmen, unterstützt durch dieselavische Denkart des Senats und der Bür-gerversammlnug, entwickelte Tiberius Anlagezum Bösen so schrecklich, daß sie immer mehrin die Natur eines Wüthrichs ausartete. Umsein tyrannisches Verfahren zu sichern, riech
er