Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
403
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Octavius den Erpressungen und Raubcreyen,die sie unter der ohnmächtigen Negierung derRepublik so Hülflos erdulden mußten, Schrankensetzen würde. Alles sehnte sich nach einerVeränderung der Staatsvcrfassung; auch warauf eine solche Veränderung alles vorbereitet.Die eifrigsten Verehrer der Freyheit warenschon vor ziemlich langer Zeit gestorben, oderumgekommen. Das Gefühl für den Werthder rcpublikanischcnNcgicrung vcrlohr sich immermehr. Man sehnte sich nach dem Ende derbürgerlichen Kriege, nach Ruhe; man wünschteden Zustand der eingebildeten Freyheit, beywelcher man sich in einer so unsicher» Lagtbefunden hatte, gegen eine festere Negierungssform zu vertauschen. Ein großer Theil derEinwohner Roms (und auch hier gab, wiegewöhnlich, die Hauptstadt den Ton an) warzu sehr mit dem Vergnügen seiner Sinnebeschäffrigt, als daß er an der Negicrungsformeinen warmen Antheil hätte nehmen sollen,oder er fühlte vielleicht, ohne eS zu wissen,die Wahrheit der durch die Weltgeschichte sooft bestätigten Bemerkung, daß man unterledcr Art von Herrschaft, die aus Menschenkeine Sclaven macht, glücklich leben kann.

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