Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
404
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Eine monarchische Regierung aber war für denrömischen Staat damahls schlechterdings noth-wendig , wenn seine so schreckliche Zerrüttungihm nicht gar den Untergang zuziehen sollte.Nur von den Befehlen und Gebothen, von denDrohungen und Strafen eines machtigen Allein-herrschers, erwartete man mit Zuverlässigkeitdie nachdrückliche Einschränkung der abscheulichenUnordnungen, welche die ungeheuere Mengelasterhafter und boshafterMenschen veranlaßten.Zum Alleinherrscher paßte sich aber niemandbesser, als Octavius, dem man (27) ausSchmeichelet) den Nahmen Augustus (d. i. derHeilige, derVcrchrungswürdigc) beylegte, unddie Regierung des Augustus hat die Erwar-tungen, die man sich von derselben machte,gewiß nicht ganz getäuscht.

Augustus verstand es vortrefflich, denMonarchen Roms zu spielen, während daß dieglänzende Aussenseite der Republik die Augenderer verblendete, die in das Innere seinerPolitik nicht einzudringen vermochten. Die re-publikanische Verfassung behielt ihre Fortdauer,und Augustus gab sich das Anschn, als wenner die höchste Staatsgewalt, das Imperium,

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