Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
354
Einzelbild herunterladen
 

354

unsrige, seinen Beyfall durch Händeklatschen,und seine Unzufriedenheit durch Pochen undStampfen, zu erkenne»; auch hielten sichdie ehrsüchtigen Schauspieler Leute, welchevorklaschten, und andere dazu aufmunternmußten.

Die Tanzkunst war bey den Römern nieso geachtet, wie bey den Griechen; aber sieblieb von der feinen, veredelten Tanzkunstder Griechen auch immer entfernt. Unterihren Tänzen zeichneten sich vornehmlicheinige religiöse aus. Die falifchen Priestertanzten zur Ehre des Mars. Man tanztezu Ehren des Pan an den Lupercalien.Dort hatte der Tanz einen feyerlichen, undhier einen wüthenden Charakter. Diebacchanatischen, die saturnalischen Tänze derRömer übertrafen an wollüstigen Darstellungenalle griechische» Tanze dieser Art.

Die Dichtkunst der Griechen sank, seitdem Verlust der Freyheit, von dem Gipfelihrer Blüthe allmählig wieder herab, undzu Alcxandrien, wo sie noch am meistengetrieben wurde, zeichneten sich die Dichter

weder