Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
355
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weder durch Erfindung, noch durch Erhaben-heit, aus. Am meisten glückten ihnen nochdie Hirtengedichte. Die erste Stelle unterden Hirtenliedcrdichtcrn gebührt dem Thco-kritus von Syrakus, dem Zeitgenossen desPtolemäus und des Hiero, dessen Idyllenund kleinere Gedichte so viel wahres Dichter-genie, so viel edle Einfalt athmen. Zarter,aber weniger natürlich als die Idyllen desTheokritus, find diejenigen, die den Moschusvon Syrakus, der zur Zeit des PtolemäusPhilsmctvrs lebte, zum Verfasser haben.Sein Zeitgenosse, Vion aus Smvrna, webtenoch mehr Kunst in seine Idyllen hinein.Meleager, ein Syrer, zur Zeit des Augustus,erwies der Nachwelt einen wichtigen Dienst,indem er in seiner Anthologie (Blumcnlcse)viele kleine Gedichte, meistens Epigrammen,sammelte, die sonst verlohren gegangenwären.

Bey den Römern schrankte sich mehrcreZahrhunderte hindurch die Dichtkunst blos aufGesänge- ein, die bey Religionsfenerlichkeitenund Spfcrmahlcn, zum Lobe der Götter undHelden, abgesungen wurden. Seit der Ve-Z 2 kannt-