Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
81
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Güther einen noch lebhaften Aerger. Anschöne Weiber, an Schauspieler, an Sänge-rinnen, und an begünstigte Freygelassene,wurden die Besitzungen ganzer Völker, dieEinkünfte ganzer Städte, verschenkt. Ja so-gar die Gunstbezeigungen edler Römerinnen,die er ihren lebenden Männern entriß, sprachSylla seinen Lieblingen zu. Gemeine Sol-daten stiegen bis zur Würde eines Scnatsresempor. Die Schätze so vieler reichen Landerund Städte befanden sich jetzt in einigen we-nigen Landsitzen eingeschlossen. Einzelne Fa-milien waren im Besitze crstaunciiswürdigerReichthümer, und es fand in Ansehung desVermögens eine ausscrordcntlichc Ungleichheitstatt. Die Reichen hörten gar nicht auf,ihre Besitzungen zu vergrößern, und allekleinern Güther an sich zu kaufen. Keineraber übte seine Habsucht mit auffallendererLeidenschaft aus, als Crassus, der sich schondurch die Erklärung, daß nur derjenige reichsey, der eine Armee, oder wenigstens eineLegion, von den Einkünften seiner Gütherunterhalten könne, hinlänglich schilderte. Eszeigte sich aber auch niemand so thätig, alser, die Vcrurtheilten anzugeben, die GütherGa'clti Wcllg, 4rTH> F der-