Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
80
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Greuelchaten dainahls so häufig vorfielen, somußten sich Augen und Ohren cm solche blut»dürftige Austritte endlich gewöhnen; so mußtees um Ende gleichgültig scheinen, ob maneinen Menschen, oder ein Thier, schlachtete;so mußten alle Gefühle der Menschlichkeitendlich unterdrückt werden; so mußten diesüßen Bande, welche Freunde, Geschwister,Kinder, Eltern, Gatten aneinander knüpften,völlig aufgelöset werden; so mußte Unver-schämtheit und Frechheit alle Schranken über-steigen, so mußte ein großer Theil des ehedemso edlen römischen Volkes ein Auswurf desMenschengeschlechtes werden. Und alles diesesUnglück brachte der unbändige Ehrgcitz einigersonst großen und verdienstvollen Manner überden römischen Staat! —

Die Familien, denen Spllas Morchat denVater, den Sohn, den Gatten raubte, wurdenauch durch seine und seiner Anhänger Habsuchtin die dürftigsten Umstände versetzt. Ererklärte alle Güther und Besitzungen der Geg-ner für seine Beute, und wenn die Art,sich derselben zu bemächtigen, schon sehr auf-fallend war, so erregte der Gebrauch dieser

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