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3 (1801)
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ein. Alle Anwesenden waren durch die beschei-denen Klagen des Virginius, und durch dieheftigen Aeusserungen des Zcilius, theils ge-rührt , theils aufgebracht. Appins, den esgewaltig ärgerte, daß Virginius, feiner Ge-genanstalten ungeachtet, dennoch nach Romgekommen war, bestieg, von einer großenAnzahl seiner AnHanger begleitet, den Nicht-stuhl. Claudius brachte seine Gründe zuerstvor, und stellte verschiedene Zeugen auf.Virginius bewies jedoch, daß des ClaudiusVorgeben höchstunwahrscheinlich wäre, undeinige der angesehensten Frauen sagten aus,daß ste die Mutter der Virginia, die dasMädchen gekauft haben sollte, schwanger ge-sehen, daß sie derselben bey ihrer NiederkunftHülfe geleistet, daß sie die Virginia an ihrerBrust gesehen hätten. Da Appius Claudiusbemerkte, daß die Anwesenden von den Be-weisen des Virginius ganz überzeugt schienen,und daß Claudius nichts darauf zu antwortenwußte, nahm er selbst das Wort, und erklärtemit der unverschämtesten Dreistigkeit, daßdie Behauptung seines Clienten ganz richtigwäre; daß ihm der Vater des Mädchens dasGeheimniß auf seinem Todbette anvertraut

habe.