Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
259
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eigentlich die Hauptmahlzeit ans. Gastmählerhielt man in altern Zeiten nur zu Ehren derGötter, und an festlichen Tagen; bald lernteman aber einsehen, daß man anch ohne dieGötter schmaußen könnte, und die Griechenhielten schon Piqucniks. Sie beobachtetenbcy ihren Gastmählern eine musterhafte Sau-berkeit, vornehmlich in Ansehung der Hände.Sie sehten sich nicht eher zu Tische, als bissie dieselben gewaschen und gesalbt hatten;ja sie wuschen sie zuweilen bcy dem Auftrageneines jeden neuen Gerichtes. Diese Reinlichkeitwurde aber schon durch den Umstand, daßdie Griechen mit den Fingern aßen, noth«wendig gemacht. Aus dem Oriente war dieSitte, beu Tische ans niedrigen Betten znliegen, nach Griechenland gekommen. Ge-wöhnlich lagen ;, zuweilen aber auch mehrerePersonen, auf Einem Bette. Diese Ruhe-betten, welche die Figur eines Halbzirkelshatten, waren oft von Cedernholzc, mitElfenbein ausgelegt, lind mir Gold undSilber ausgeschmückt, auch mit herrlichenDecken belegt. Sie schlössen den meist rundenTisch bis auf den Platz ein, wo die Gerichteanfgelragcn wurden. Vor den eigentlichenN a Ge-