Druckschrift 
6 (1802)
Entstehung
Seite
320
Einzelbild herunterladen
 

Z20

rend daß sich Hildebrand, als Gesandter des-selben, am Hase der Kaiserin befand. Dierömischen Geistlichen und weltlichen Herrenwählten nun, ohne auf die Einwilligung derKaiserin Rücksicht zu nehmen, Venedict IX.Da dieser aber dem Hildebrand, zur Aus-führung seines Planes, nicht tauglich schien,so bewirkte er die Vernichtung seiner Wahl,und ließ dagegen Nikolaus II, der auch denBeyfall der Agnes hatte, Oberhaupt der Chri-stenheit werden. Der dankbare Nicolaus ver-lieh dem Hildcbrand die Würde eines Archi(Ober) - Diaconus, und folgte ihm als seinemvornehmsten Nachgeben. Hildcbrand leiteteseitdem schon, ohne Pabst zu seyn, das poli-tische System des pabsilichen Stuhles ganznach seinen Absichten. Zur Erreichung dessel-ben war es nun ganz besonders nöthig, dieWeltlichen von aller Theilnahme an der Wahldes Kirchenobcrhauples auszuschließen. Eswurde daher (105y) in einer Prälareuver-sammlung zu Rom ausgemacht, daß, um Si-monie zu verhindern, die Pabste (ehemahlsdie Oberpfarrcr der Stadt Rom), mehr mehr

von