Druckschrift 
6 (1802)
Entstehung
Seite
310
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(um IOZ9) seinem Vetter, dem Grafen Lude-wig mit dem Barte, von dem die Landgrafenvon Thüringen hcrsiammen, ansehnliche Be-sitzungen. Er wollte, um den mächtigernFürsten desto glücklicher Gesetze vorschreiben zuKönnen, sich der Zuneigung der edlen Herrenversichern. Zu dieser Absicht räumte er ihnendaS Eigenthum aller Kricgslehne ein, die ihnenvon ihm und seinen Vorfahren verliehen wor-den waren. So klug betrieb Konrad II dieAusführung seines Planes, uneingeschränkterKönig von Deutschland zu werben, und wärenseine Nachfolger diesem Plane standhaft treugeblieben, so würde ihnen die Ausführungdesselben am Ende gewiß gelungen seyn.

Konrad II vermehrte sein Ansehn durcheinen großen Zuwachs an Ländern, welchener dem deutschen Reiche verschaffte. Derletzte sachsische Kaiser, Heinrich II, hatte dieGisela, eine Schwester des burgundischen Kö-nigs Rudolfs III, zur Mutter gehabt. Danun Rudolf voraussah, daß er den Manns-stamm seines Hauses endigen würde, so schloßer mit seinem Neffen, Kaiser Heinrich II, einen

Erb-