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Beichtbüchlein in Sachen der gemischten Ehen, oder Anweisung für die Beichtkinder, wie sie ihren Priestern antworten sollen, wenn diese ihnen wegen der evangelischen Erziehung ihrer Kinder die Absolution verweigern
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mein Mann will nicht; und wie kann ich den zwingen?Geben Sie mir doch die Absolution, liebster, hochwürdig-stcr Priester. Ich bin ja nicht Schuld daran!

Priester: Nein! ich thue es nicht! Du wirstimmer nachlässiger.

Frau: Ach, thun Sic es doch, ich bitte in allerDcmuth und Bescheidenheit! Stoßen Sic Ihre Magdnicht so von sich hinaus. Wie soll ich selig werden ohneSic? Erbarmen Sic sich doch über ein sündiges Men-schenkind , und vergeben Sie mir die Sünden! Ich binja nicht Schuld daran: ich kann's ja nicht ändern!

Priester: Ei, freilich bist Du Schuld daran. AberDu bist immer so weichherzig und nachgiebig gegen DeinenMann; daist's denn kein Wunder, daß dein eigensinnigerMann glaubt mit Dir machen zu können, was er will.

Frau: Aber was soll ich denn mit meinem Mannanfangen? Wie sott ich ihn denn bewegen? Ich kanndoch nichts thun?

Priester: Ei wohl! Wenn man nur will, rechternstlich will, dann läßt sich viel thun. Beweise Dichauch einmal hart und eigensinnig; zeige Dich einmal eineZeitlang unfreundlich, bekümmere Dich einmal nicht umihn, vernachlässige seine Sachen. Was thuts? Du hastja eine gute Absicht dabei! Was ist schlimmer: eine Zeit-lang hart und unfreundlich sein, oder daß die Kinderewig, ewig verdammt sind und dem Teufel angehören?Ich sollte "denken, es gäbe in der Ehe allerlei Mittel, umden Mann mürbe und nachgiebig zu machen. Da läßtsich viel thun, wenn man nur will.

Frau: Aber ich kann gegen meinen Mann nichthart sein. Wenn ich ihn wieder ansehe, muß ich ihnimmer wieder lieben. Ich kann ihm nichts abschlagen,wenn er etwas fordert, was recht ist. Gott hat dochauch befohlen, daß die Weiber den Männern untertbansein sollen.

Priester: Ja allerdings, in allen weltlichen Sa-chen; aber nicht, was die ewige Seligkeit betrifft. Damuß man Gott mel-r gehorchen als den Menschen.