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das ewige Unglück Deiner eignen Kinder. Dein ganzesfrommes Wesen ist also nichts anderes, als eine abscheu-liche Heuchelei.
Frau: Ach, nein! Gewiß nicht! Wenn ich heu-chelte, dann würde ich gewiß nicht im Verborgenen sosehr sür mein Seelenheil bemüht sein. Aber sehen Sie,Herr Priester, ich habe es Ihnen noch nie gesagt, abernun muß ich es Ihnen zeigen: ich trage hier auf derBrust ein eisernes Kreuz mit scharfen Spitzen nach in-wendig, die mich Tag und Nacht quälen, wie viele Hei-lige auch gcthan haben. Da werde ich Tag und Nachtan die Schrecken des Fcgfeucrs und der ewigen Vcr-dammniß erinnert. Und dann bete ich so oft im Gehei-men den Rosenkranz und andere andächtige Seufzer; vielmehr als Sic mir im Beichtstuhl jedesmal aufgehen.
Priester: Was sagt Dein Mann wohl von die-sem Kreuz da auf der Brust, und von Deinem Noscn-kranz-bcten?
Frau: Hm! Ich sage es nicht gerne!
Priester: Nur heraus damit! Ich muß Alleswissen! Wir sind ja hier im Beichtstuhl! Da belauschtuns kein Ohr! Deine Worte bleiben ewig in meinerBrust verschlossen!
Frau: Nun, er sagt immer: Ich solle das al-berne Zeug doch lassen. Das dumme Ding könne mirnicht helfen. Er werde nimmermehr zugeben, daß seineKinder solche Sachen lernen sollten!
Priester: O die schreckliche Blindheit der Ketzer!Wie viele Heilige sind nicht dabei selig geworden!
Frau: Das sag' ich ibm auch, aber er antwor-tet, wenn die Heiligen selig geworden seien, so seien siedurch den Glauben selig geworden.
Priester: Ach! das ist mir eine leichte und leicht-fertige Religion!
Frau: Mein Mann sagt: An Jesum wahrhaftglauben sei viel schwerer als zehntauscndmal den Rosen-kranz hcrbeten. Und ich muß sagen, so oft ich auch denRosenkranz bete, so kann ich doch keine Ruhe in mein