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Stammtafeln der Familie Gans Edle Herren zu Putlitz, von ihrem ersten urkundlichen Auftretenbis zur Gegenwart
Entstehung
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Vorwort.

nachstehenden Stammtafeln des alten Geschlechts der Edlen Herrenzu putlitz enthalten Alles, was nach sorgfältiger Benutzung undPrüfung sowohl des bereits vorhandenen handschriftlichen die Genealogieder Familie betreffenden Materials und der Angaben in historischen Werken, als auchinsbesondere anderweitig zugänglich gewordener Urkunden und Denkmäler, der Airchen-bücher und alten Akten, und mancher speziellen Nachforschung, sich bis jetzt über dasVorkommen von dieser Familie angehörigen Personen hat feststellen lassen. Von ein-gehenden Biographieen derselben ist ganz abgesehen worden.

Stammbäume werden von der putlitzschen Familie mehrere aufbewahrt, dieindeß vor einer gründlichen Aritik nicht durchweg bestehen können. Der sogenanntegroßeStammbaum" weist die Vorfahren des Iasper (Taspar) zu putlitz (Anfang desXV. Jahrhunderts) bis zu der früher noch unwidersprochenen Abstammung aus demGeschlechte der Grasen von Mansfeld im XII. Jahrhundert nach, und dürfte nur einAuszug sein aus der im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts von Th. M. Spenerim Auftrage der Familie (namentlich des Aammergerichtsraths Leopold FriedrichGdlen Herrn zu putlitz (Tafel 3 Nr. (0(j) geschriebenen Geschichte der Edlen Herrenzu putlitz, welche handschriftlich noch in H Foliobänden vorhanden ist. Urkundlichlassen sich die Generationen, wie sie auf dem großen Stammbaum angegeben, nichtsämmtlich nachweisen, und sie scheinen auch unter Berücksichtigung der aus Riedel'sLockex ckiplom. Brandend, bekannt gewordenen Nachrichten keineswegs überall correctzu sein. Das wirklich Feststehende läßt sich am besten erkennen, wenn man die ur-kundlich vorkommenden Personen des Geschlechts von Iasper (Taspar) an aufwärtsnach Generationen zu ordnen sucht.

Iasper war unzweifelhaft ein Sohn Achim's (Joachims), weil er (287 zumersten Mal als Brudersohn eines Busso genannt und dieser von (26( bis (28H alsBruder von Achim bezeichnet wird; beide Brüder werden als solche schon bei Leb-zeiten ihres Vaters Otto genannt, welcher (272 zum letzten Mal mit seinem SohnJoachim in jener noch vorhandenen Urkunde erscheint, in welcher Markgraf Ottoihnen die ihren Vorsahren schon verliehene Ober-Marschallwürde von Neuem ertheilt.

Da dieser Otto, der Vater von Iasper und Achim, (22H zum ersten Malals ein jüngerer Mann hinter einem Borchert (Burchard) zu Putlitz vorkommt,welcher früher oft mit einem Bruder Otto zusammengestellt sich findet, so wird dieserBruder Borchert's (25H schon verstorben gewesen, und der von da ab auftretendejüngere Otto als der Sohn des älteren anzusehen sein.

Der ältere Otto wird (22( zum letzten Mal mit Borchert, und zwar vorih m genannt; ob aber diese beiden, wie Spener annimmt, Söhne eines Otto waren,der mit einem Bruder Günzel schon (( vorkommt, ist nirgends erwiesen. NachSpener soll sich selbst in zwei aufeinander folgenden Generationen ein BrüderpaarOtto-Günzel folgen; indeß die Richtigkeit dieser Angabe bleibt ohne Beweis, magjedoch dadurch einige Wahrscheinlichkeit erhalten, daß nach Spener's Annahme daserste Paar (207 zum letzten Mal erscheint, und erst (222 das zweite Paar auftritt.

Um diesen letzteren zwei weitere Brüder zuzutheilen, nämlich den oben erwähntenBorchert und einen Johannes, scheint Spener die Berechtigung aus der erwähntenUrkunde von (222 entnommen zu haben wo diese vier Namen genannt, und auseiner Urkunde von (22H, wo von vier Brüdern Gans die Rede ist, jedoch ohne dieVornamen zu nennen. Hierbei ist aber übersehen, daß in der ersteren der beiden