Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
407
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nennten, in Deutschland und Italien einegroße Menge von Zauberern und Hexenauf den Scheiterhaufen bringen ließ. Manhatte dabcy den Grundsatz, daß, eines ein-zigen Schuldigen wegen, auch wohl einpaar hundert Unschuldige verbrennt^ werdeilkönnten.

In die Classe der Zauberer und Hexenrechnete man auch die Giftmischer. Manbehauptete die Zubereitung aus Mcnschen-blut, aus gcwciheten Hostien u. s. w. We-gen der damahligen großen Unwissenheit inder Arznepwisscnschast, schrieb man anste-ckende und verheerende Seuchen der Vergif-tung, der Zauberey zu, und die Christenbenutzten eine solche Vermuthung ziemlichoft, um an den Juden, deren Wuchergcistihnen so manchmal empfindlichen Schadenthat, ihre Nachsucht zu befriedigen. Dadie Juden häufig Acrzte, Wundärzte undGiftbcrcitcr waren, sso glaubte man ihnendie Ausbreitung einer tödtlichen Seuche umso eher zur Last legen zu können. Daherwaren allgemeine Verfolgungen der Judengar nicht selten. Dieses Schicksal traf unter

andern