??6
Zeder König ließ seinen Nachfolger schonbey seinem Leben anerkennen. Daher gabes auch, zwcyhnndcrt Zahre hindurch, kei-nen Thronfolgestreit. Die Bemühungen derersten eapetingischen Könige, sich ans demfranzösischen Throne zu befestigen, wurdenaber durch den Umstand erleichtert, daß inZeit von 184 Jahren nicht mehr als fünfRegierungen auf einander folgten.
Je mehr sich die französischen Könige aufdem Thron befestigten, um so leichter wurdees ihnen, ihren Monarchen - Rechten einengrößern Umfang zu geben. Die städtischenGemeinden, deren Anzahl sich stets vergrößerte,boten ihnen eine beträchtliche Macht an, diesie dem widerspenstigen hohen Adel, mit glück-lichem Erfolg, entgegensetzen konnten. Vielevon diesen Gemeinden ließen den Freyheits-vertrag, den sie mit ihrem Herzog oder Gra-fen geschlossen hatten, vom Könige bestätigen.Allmählig bildete sich die Idee, als wenndie Städte eigentlich blos dem Könige gehor-chen dürften. Mancher hohe Vasall fand eszuträglich, die zwischen ihm und andern ob-waltenden Handel der Entscheidung des Kö-niges