Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
322
Einzelbild herunterladen
 

Z22

rich both alles auf, »m seiner Kriegsmachteine furchtbarere Gestalt zu geben. Seinettntcrthauen mußten aussercrdentliche, drücken-de Steuern erlegen. Dennoch brachte ernicht mehr als 2000 Reiter und 4000 MannFußvolk aus seinen Erblandcn zusammen.Die Mannschaft der Rcichsständc stellte sichnur sehr einzeln ein. Zuerst schickten bloseinige Reichsstädte Hülfe. Endlich rückte auchböhmisches, sächsisches und pfälzisches Kriegs-volk an. Friedrich gewann sogar (1482) ander Lcytha ein Treffen. Allein Matthiasrüstete sich so mächtig, daß er (1485) demKaiser ganz Niedcröstreich, bis auf Neustadtnnd Wien, entreißen konnte. Aber auchWien kam in des Matthias Gewalt.Der von jedermann verlassene Friedrich, dersich bisher zu Grätz in Stehermark aufge-halten hatte, wo er vor der Gefahr, denTürkei: in die Hände zu gerathcn, nicht sicherwar, rciscte nun von einer schwäbischenReichsstadt zur andern, und diese mußte»ihm nicht allein Unterhalt, sondern auch Geld,geben. Matthias behielt indessen Oestreichbis an seinen Tod in Besitz.

Mat-