wo er schon Großvater von Prinzen war.Die polnischen Herren gaben auch nur mitMühe ihre Einwilligung. Ludwig brachtedadurch (1Z70) einen großen Staat zusam-men, der sich vom schwarzen und adriatischenMeere bis zur Ostsee erstreckte. Seine Re-gierung mißfiel den polnischen Herren, weiler ihnen die Ungern vorzog, weil er die Ab-gaben vermehrte, weil er seine alte, eitleMutter Elisabeth, Casimirs Schwester, re-gieren ließ. Ob er ihnen nun gleich, um sieseiner ältesten Tochter Marie, die seine Nach-folgerin werden sollte, geneigt zu machen,manches Vorrecht einräumte, so bestanden siedoch darauf, einen eignen, einen eingebohr-ncn König zu haben. Der böhmische Sieg-mund, der Gemahl der Marie, war ihnenals ein Deutscher verhaßt. Sie zogen daherder Marie ihr schöne und geistvolle Schwe-ster Hedwig vor. Hedwig war zwar bereitsan den östrcichischen Prinzen Wilhelm ver-hcyrathet; ja dieser Prinz thcilte, wie mansagte, schon das Ehebette mit derselben.-Dennoch jagten ihn die Polen aus dem Lan-de , und Hedwig mußte sich einen neuenBräutigam gefallen lassen, den Großfürsten
Ja-