Ludwigs Ranke, der seine üppige und un-wirthschastliche Lebensart sehr gut benutzte,um die Niederländer, vornehmlich den Fla-minaern, Mißtrauen gegen ihn einzuflößen.Die Flaumiger, und besonders die Bürgerder großen Städte, wollten ihm auch dieVormundschaft über seinen Sohn Philipp,durchaus nicht zugestehen. Sie bemächtigtensich vielmehr der Person des Prinzen, führ-ten in dessen Namen die Regierung, undschlössen sogar (:482'Dec.) mit Ludwig Xleinen Frieden, der dem Dauphin Karl dieHand der Prinzessin Margrcthe, die Graf-,schaften Artois und Hochburgnud (FrancheComtö) nebst den übrigen in Frankreich lie-genden burgundischen Landern, zusicherte. DiePrinzessin Margrcthe wurde sogleich nachFrankreich geschickt, um daselbst erzogen zuwerden.
Maximilian hatte in den Niederlanden soviele Feinde, daß er diesen Vergleich nichthindern konnte. Die Ritter des von denHerzogen von Burgund gestifteten Orden desgoldnen Vließes, zu welchen die vornehmstenniederländischen Herren gehörten, setzten es
aber