?49
nicht geneigt. Der schöne Prinz Maximi-lian von Ocstrcich, den ihr schon ihr Vaterznm Bräutigam bestimmt hatte, erhielt denVorzug. Er versicherte sich des Besitzes derreichen Braut durch seinen Bevollmächtigten,den Pfalzgrafen Ludwig, der den sogenann-ten Bettspruug mit derselben vollzog. Marieschickte ihrem Bräutigam zu seiner Ausrü-stung 100000 Goldguidcn. Diese Verbin-dung dauerte aber noch nicht volle 5 Jahre.Marie stürzte (1482 im März) auf der Rci-hcrbcihe so unglücklich vom Pferde, daß sieden Hals brach. Sie hatte mit dem Erz-herzoge Maximilian einen Sohn, Philippden Schönen (geb. 1478), und eine TochterMargrethc, gczcugt-
Maximilian, der nunmehr als Vormundseines Sohnes über die Niederlande regierte,hatte an Ludwig XI einen schlimmen Nachbar,der, mit den französischen Besitzungen derHerzoge von Burgund nicht zufrieden, auchauf die Niederlande Anspruch machte. DochMaximilian dcmürhigte ihn (1479 Aug.) inder Schlacht bey Guinegatc. Die Vorrhciledieses Sieges raubten aber dem Maximilian
Ludwigs