Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

22)

5ia er gicng so weit, daß cr Eduard IV undClarence für uncchtc Söhne erklärte. Pre-diger mußten dies; von der Kanzel herab ver-kündigen, um das Volk für den Richard zugewinnen, und dennoch riefen, als die lou-donsche Bürgerschaft feyerlich gefragt wurde,ob sie den König haben wollte, nur wenigevom Pöbel :es lebe König Richard!"(148z Jul.) Für Richarden war dicß abergenug, die Krone anzunehmen. Die Heydengefangnen Prinzen wurden hierauf in ihremGefängnisse mit Kissen erstickt.

Richard III vergaß es nicht, diejenigen,die ihm seinen Plan ausführen halfen, undvornehmlich den Herzog Heinrich von Bu-ckingham, zu belohnen. Dieser blieb aberdcmuugeachtct nicht lange sein Freund, vcr-muthlich weil er es sehr gut einsah, daßRichard den Thron, auf welchen er sich un-rechtmäßiger Weise geschwungen hatte, dochnicht lange würde behaupten können. Nunwar noch ein Abkömmling von Eduard III,der Graf Heinrich von Nichmond, vorhan-den, dessen Stiefvater ein Halbbruder Hein-richs VI war. Dieser schien, seit dem Tode

Hein-