mußten. Cctto, ei» italienischer Arzt undAstrologe, wurde erst Großalmoseuicr (Beicht-vater des Königes) und hernach ErzbischofvonMenne; Ollvier de Daim, ein Barbier Lud-wigs XI, stieg zum Finanzmiuistcr empor,vollendete aber auch sein Leben am Galgen;Johann, der Laquais eines Bischofs, stelltezuletzt einen Cardinal, einen Legaten, vor.Alle diese Leute hatten ihr Glück nicht etwaihren Verdiensten, sondern ihren Ranken undLastern, zu danken.
So despotisch Ludwig XI regierte, so ver-dient doch seine Regierung noch mehr, alssein Charakter, geschätzt zu werden. Er brach-te die Grafschaft Roussillon, nebst Cerdagne,als ein Unterpfand für Z50000 Goldthaler,die ihm Aragonien schuldig war, an Frank-reich; er löscte die an den Herzog von Bur.gund verpfändeten Städte an der Sommewieder ein. Die hierzu erforderlichen Sum-men verschaffte ihm seine sorgfältige Hof-wirthschaft, die ihn von der Unterhaltung ei-nes glänzenden Hofstaates, die ihn von derAnstellung von Fcyerlichkeitcn und Lustbarkei-ten ablnelt. Um so mehr aber hatten seine
durch