Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
203
Einzelbild herunterladen
 

2OZ

Sohnes, so bonge, dos er sehr wenig Spei-se zu sich nohm, und dennoch soll er (1461Jul.) on Gift gestorben scyn.

Der Herzog Philipp von Burgund führtenun den Douphin Ludwig noch Rheims zurKrönung. Als der edle Fürst, der ib,m soviel Gutes erwiesen hotte, noch geeudigtcrFcyerlichkeit, aus eignem Antriebe, ihmkniccnd huldigte, both er ihn, seines eignenNnhmcö, und der Ruhe seines Stootcs we-gen, eine oligemcine Verzeihung stott findenzu lösten; ober Ludwig wor so rochsüchtig, doster sieben Personen, doch ohne sie zu nennen,dovon ousnohru. Weicher Große mußte danicht vor ihm zittern? Die Großen, die dieHerzcnsgüte des Votcrs ftcylich oft gcmiß-broucht hotten, zu demüthigen, und seibst zuregieren, wor Ludwigs X! fester Vorsotz. Do-Her verobschiedete er olle hohen Stootsbeom-ten, die mit seinem Votcr den Ruhm der Re-gierung gethcilt hotten. Ihre Stellen noh-mcn Leute von niedrer Herkunft, selbst Aus-länder, ein, die ihm ihr gnnzcs Glück zu don-ken hotten, und die dohcr seine despotischenEntwürfe mit oller Bereitwilligkeit ousführcn

muß-