Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
199
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imd des Lebens überdrüßig, beschloß er, demKönige Alfons von Aragonien seine Länderzu übergeben. Alfons, ehemals sein Feind,und durch die Gemicser sein Gefangener,wurde von ihm grosimüthig wieder in Freysheit gesetzt. Jetzt lud er denselben ein, vonMayland Besitz zu nehmen; aber PhilippMarie erlebte (1447) seine Ankunft nicht.

Durch den erbenlosen Tod des HerzogsPhilipp Marie, wurde das schönste, dasreichste Herzogthum erledigt. Auf dasselbehatte der Kaiser Friedrich III, als auf eineröffnetes Neichslchn, ein gegründetes Recht,und es hätte ihm ein sehr ergiebiges Reichs-gut abgeben können. Zur Behauptung sei-ner Rechte both ihm der Römcrzug, den erjetzt antreten wollte, eine gute Gelegenheitdar; aber er versäumte sie, wie so manchesandre, was ihm hätte Vortheil bringen kön-nen. Der König Alfons von Aragonienwar zu weit entfernt, um seine Ansprüchemit Nachdruck zu behaupten. Florenz undVenedig, denen seine Nachbarschaft zu furcht-bar schien, würden ihm ganz gewiß entgegengearbeitet haben. Davor fürchtete sich auch

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