2oc>
der Herzog Karl von Orleans, der Sohnder Valentina. Das herrliche HerzogtbumMayland blieb sich also gleichsam selbst überslassen. Indessen bemächtigte sich Venedig ei-nes anschnlicben Thcils des maylandischenGebicthes. Den ferner» Eroberungen dessel-ben setzte sich Franz Sforza entgegen, undeben dieser unternehmende und entschlosseneMann glaubte sich durch seine Gemahlin, ei-ne unehliche Tochter des Herzogs, berechtigt,den Besitz bes Hcrzogthums Mavland sichselbst anzumasicn. Aber die Stadt Maylandwollte sich ihm nicht eher unterwerfen, alsbis sie (1450) durch Hunger dazu gezwun-gen wurde. Franz Sforza war nun Herzogvon Mayland, und er blieb es auch, alsFriedrich III nicht lange hernach (1452) inItalien anlangte. Dieser schwache Fürst be^nutzte nicht cinmahl des Sforza Lage, inwelcher er sich auf allen Seiten von Feindenumringt sah, zur Erwerbung des Herzog-thums Mayland einen Versuch zu machen.Wie laßt sich dieses aber auch von einemMonarchen vcrmuthcn, der in allen seinenHandlungen so wenig Kraft und Entschlossen-heit bewies? Dennoch hatte dieser unthäti^
ge