brich von Ilürnberg , und dem Ritter Sieg-fried Schwcppcrmann, zu danken. Friedrichmußte nun in dem obcrbaycrischcn SchlosseTraunfcls in der Gefangenschaft schmachten.Ludwig, der jetzt fast von allen deutschenFürsten für das ReichSobcrhaupt anerkanntwurde, benutzte (1Z20) das Aussterben derMarkgrafen von Brandenburg, um, nachdem Veyspiele Rudolfs von Habsburgs, dasLand derselben sich zuzueignen. Die Ruheseiner Regierung wurde aber durch den Her-zog Leopold, und den Pabst Johann XXII,gestört. Jener, ein sehr thatiger und un-ternehmender Fürst, machte so manchen Ver-such, seinen gefangnen Bruder zu befrei,en,daß Ludwig für gut fand, sich in Unterhand-lungen einzulassen. Friedrich war des Ge-fängnisses so überdrüßig, daß er der Kroneentsagte, daß er sogar Hülfe gegen denPabst versprach; aber sein muthvollcrer Bru-der Leopold wollte in diese Bedingungendurchaus nicht einwilligen. Friedrich kehrtehierauf freywillig in sein Gefangniß zurück.Durch seine Biederkeit wurde jedoch dergleich edel denkende Ludwig so gerührt, daßer (1Z25) die Regierung mit ihm theilte;
daß