Druckschrift 
7 (1803)
Entstehung
Seite
410
Einzelbild herunterladen
 

4l0

seiner Königswahl empfieng er vor der StadtBasel, die er eben belagerte, und sie kau,ihm so »ncrwartrt, daß er sie anfangs füreinen Scherz hielt. Von jeher hat dasösircichifche Hans ein ansgezcichnctcs Glückbegünstigt. Rudolf hatte erwachsene, schöneTöchter, und drry von den weltlichen Kur-fürsten waren gerade unverhenrathct. SchonKey der Krönungsfenerlichkeit zu Aachenfanden der Herzog Ludwig ven Bayern, derHerzog Albrecht II von Sachsen - Wittenberg,und der Markgraf Otto von BrandenburgRudolfs Töchter so liebenswürdig, daß sichjeder derselben eine Braut unter ihnen aus-s-i'l'tt. Die Vermahlung der Heyden erstengieng auch sogleich vor sich. Wie mußtensich Rudolfs Schwiegersöhne aber nichtbestreben, seinen Vorthcil khatig zn beför-dern ' Rudolf verdiente diese Unterstützungaber schon wegen der Klugheit,, mit welcherer sich das Zutrauest der Reichsfürsten zuversichern wnsce. Er setzte nehmlich denGrundsatz fest, daß keine Handlung einesseiner Vorgänger, die ohne Einwilligungder Kurfürsten vorgenommen worden Ware,gültig fern könne. Die Ausübung dieses

Grund-