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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
Entstehung
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haben Eichborn & Co auch weiterhin die heimische Industrie, die ihnenso vieles schon verdankte, kräftig unterstützt und durch Rat wie Tat ihrenBeistand allen denen geliehen, die sich um Hülfe an sie gewandt 1 ). Zu-gleich aber sind ihre Inhaber, besonders Philipp Heinrich, die das Ver-trauen ihrer Standesgenossen und Mitbürger in gleich ehrenvoller undausgedehnter Weise wie ihre Vorfahren in hervorragende Ehrenstellungenberufen hat, fortgesetzt auf den verschiedensten Gebieten zum Wohle desallgemeinen Besten tätig gewesen und haben die Kräfte der Firma fürkünftige Zeiten zusammengehalten und gesammelt.

Vor allem aber ist ihr Bestreben gewesen, daß im Gegensätzezu der modernen Richtung der reinen Gewinnerstrebung jener wahr-haft konservative Geist gekräftigt werde, der, ohne die Fühlung mitden Fortschritten der Gegenwart zu verlieren, durch Maßhaltennach jeder Richtung hin sowohl für die solide Fundierung deseigenen Wohles wie zugleich für das Wohl der Allgemeinheit am bestenzu wirken glaubt.

So ist die Firma wie in den ersten hundertfünfzig Jahren ihresBestehens auch im letzten Vierteljahrhundert ihrer Tätigkeit in steter Arbeitauf dem ganzen weiten Gebiete der vaterländischen Kultur wirksam ge-wesen, indem sie die Worte beherzigt hat, mit denen Johann Wolfgangseinen Handelsbericht vom Jahre 1832 wie folgt geschlossen hat:Es

mag in der That in unsrer schönen Provinz noch so manches zu erweckenund in unserer Fabrikation zu verbessern sein, bei der Vielseitigkeit desBetriebes aber ist Lebenskraft, Umsicht und persönlich thätiges Einwirkenauf den verschiedenen Punkten ein unerläßliches Erfordernis.

In dieser Überzeugung wird die Firma nicht müde werden, ingleicher Weise wie bisher jederzeit, so lange ihr Horoskop auf Leben undTätigkeit gestellt sein wird, ihre gesammelte Kraft zum Wohle ihrer ganzenschlesischen Heimat, mit der sie nun durch hundertfünfundsiebzig Jahre

P Als in den siebziger Jahren ein großer südamerikanischer Staat, der mit seinem Nachbarim Kriege lag, in Deutschland Kriegsschiffe in Bau gab, wurde die Firma mit deren Bezahlung beauf-tragt und erhielt zu diesem Zwecke von dem Berliner Gesandten des betreffenden Staates ohnejegliche Sicherheitsstellung ihrerseits ca. 5 000 000 Franken ausgezahlt, die sie im Verlaufe vonzwei Jahren allmählich an die bauende Werft abgeführt hat.