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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
Entstehung
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ohne sich zu vergewissern, ob diese ihnen nicht ebenfalls Konzessionenzu machen bereit seien, das war ein zu deutlicher betrübender Beweis fürdas Verlassen jener ehedem auch in kaufmännischen Kreisen herrschendgewesenen vornehmen Denk- und Handelsweise, der die alten Patrizier-häuser ihr auf ihre Ehrenhaftigkeit begründetes hohes Ansehen verdankthatten, jene Häuser, deren Tätigkeit nicht von dem alleinigen Bestrebennach Bereicherung beseelt gewesen war, sondern die neben der Wahr-nehmung des eigenen Interesses sich auch die Förderung des allge-meinen Wohles und die Unterstützung alles Edlen und Schönen zum Zielegesetzt hatten.

Je häufiger aber die Firma diese Erfahrung auch auf den Blätternihres Soll und Habens zu verzeichnen gehabt hat, desto stärker und ge-waltiger hat diese nur die Erinnerung an ihre Geschichte und das Gefühlder Tradition durchweht, und deutlicher als je hat sie es als ihre eigensteAufgabe erkannt, das überkommene lebendig und dem Ansturm dermodernen Mächte gegenüber ihr innerstes Wesen unberührt zu erhalten.Denn in dem Sturmlauf der modernen Zeit gegen alles Bestehende kanneine alte Firma, da ihr Einfluß weitreichend ist, und ihre Beziehungentief ins Volk gehen, ein unschätzbarer fester Rückhalt im Staatsgebildewerden, wenn sie geleitet ist von einem Geiste, der nicht nur Pflichtengegen sich sondern auch Pflichten gegen andere kennt und zugleich vonjener Liebe zur Heimat erwärmt und durchdrungen ist, die sich freilichnur in einer Folge von Generationen entwickeln kann.

Geleitet von dem Grundsätze: erhalten ist schwerer denn erwerben,haben so Ludwig Theodor und seine Söhne Philipp Heinrich und TheodorLudwig, von denen der letztere infolge Krankheit nach kurzer Tätigkeitwieder ausschied, der erstere 1882 nach dem Tode seines Vaters Allein-inhaber der Firma wurde, diese 1 ) in treuer Wahrung ihrer Tradition fort-geführt.

Nicht durch große, an die Öffentlichkeit gebrachte Unternehmungensondern in stiller, wenig oder kaum nach außen hervorgetretener Tätigkeit

1) Seit 1897 bezw. 1899 sind die beiden ältesten Söhne Philipp Heinrichs, Dr. Eduard bezw.Dr. Kurt, in der Firma tätig und gegenwärtig Mitinhaber derselben.

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