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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
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Salzringe geändert. Die Aufhebung der Zunftprivilegien im Jahre 1810hatte den Abbruch der Salz- und Seilerbauden und die Verlegung derMärkte zur Folge gehabt. Schon dadurch war dem Platze viel Leben ent-zogen worden. Nun verließ auch das Oberamtsgericht seine langjährigeStätte in dem Eckhause an der Schloßstraße, um in die Räume des auf-gehobenen Vinzenzklosters überzusiedeln. An seine Stelle und die desangrenzenden Rhedigerschen Hauses, das bisher, wie oben gelegentlicherwähnt, als Kaufmannsbörse gedient hatte, trat jener Monumentalbau derneuen, inzwischen bereits längst wieder zur „alten“ gewordenen Börse.Auch seinen Namen änderte damals der Salzring. Schon 1814 hatten sichStimmen für eine Ehrung Blüchers erhoben; 1816 war dann in denSchlesischen Provinzialblättern eine im Verein mit anderen hervorragendenPersönlichkeiten von Johann Wolfgang Unterzeichnete „Einladung an dieVerehrer der Verdienste des Feldmarschalls Fürsten Blücher von Wahl-statt“ wegen Errichtung eines Denkmals erschienen und ein Ausschußhierfür gebildet worden, dem Johann Wolfgang gleichfalls angehörte. Dochzog sich die Angelegenheit sehr in die Länge; erst am 26. August 1827wurde das Rauchsche Standbild „mit Tagesanbruch in aller Stille“ ent-hüllt 1 ); seitdem führt der Salzring seinen heutigen Namen Blücherplatz.

Gerade in diese Jahre allgemeiner Veränderung fällt auch der Um-bau des Geschäftshauses der Firma, dessen niedrige und in den beidenunteren Stockwerken gewölbte Räume den modernen Anforderungen nichtmehr entsprachen. Es wurden bei dieser Gelegenheit das Vorder- undHinterhaus zu einem Gebäude vereinigt und im Äußeren jene durch-greifenden Veränderungen vorgenommen, welche die ehemalige Barock-fassade vollkommen beseitigten und an deren Stelle die auf der Grenzezwischen Klassizismus und Biedermeierstil stehende Fassade setzten, diedas Haus noch heute zeigt, und die mit ihrer einfachen Linienführungden reservierten Charakter, der der Firma stets zu eigen gewesen ist,gleichsam in sichtbarer Weise zum Ausdruck bringt.

Als Eichborn & Co am 19. November 1828 unter der Teilnahmeder ganzen Provinz ihr hundertjähriges Jubiläum feierten, konnten sie die

ö Siehe Buclnvald, Öffentliche Denkmäler Breslaus, Schlesische Zeitung 24. Oktober 1901.

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