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die Firma vom 31. August 1822: „Nach allen aus Schlesien eingelaufenenNachrichten sind keine Aussichten zu einer ergiebigen Flachs-Ernte fürSchlesien vorhanden, und man soll in den Kreisen Frankenstein, Glatz,Habelschwerdt, Münsterberg, Oels, Namslau, Schweidnitz, Trebnitz, woder Flachsbau am meisten getrieben wird, kaum auf V 3 des vorjährigenErtrages rechnen, in mehreren Gegenden sogar gänzliche Mißernte be-fürchten. Die noch vorhandenen, ca. 600000 Pfd. betragenden Beständekönnen wohl nicht als bedeutend angesehen werden, weil ein großer Theildavon durch den inneren Bedarf dem Handelsverkehre entzogen wird.Es frägt sich unter solchen Umständen nun, ob es wahrscheinlich ist, daßdie Preise sich so stellen werden, um mit Vortheil Flachs aus Rußlandetc. kommen zu lassen, und die Preise hoch genug sind, um die Besitzerdes Flachses nicht durch Einfuhren zu unverhältnißmäßig niedrigen Preisenzu zwingen und ihnen damit den ihnen sonst zu gönnenden Gewinn zuverkümmern. Wir ersuchen Sie, uns Ihre Meinung hierüber baldgefälligstwissen zu lassen und Ihre Ansichten beliebigst mitzutheilen, was Sie oderandere dortige Kaufleute wohl hierbei zu thun gedenken, da die Sachenicht nur für die Produzenten des Flachses, sondern auch für alle Fabri-kanten von der größten Wichtigkeit ist, und das Interesse Beider billiger-weise immer dabei berücksichtigt werden muß.“
Die hier zum ersten Male angeregte Frage eines Flachsbezuges ausRußland sollte sechzig Jahre später von größter Bedeutung für Schlesienwerden, indem von diesem Zeitpunkt an ein immer gewaltigere Dimensionenannehmender Import russischer Flächse nach Schlesien, Österreich-Schle-sien, Böhmen und Mähren sowie weiterhin Belgien, Frankreich, Holland,England, Spanien und Amerika eingesetzt hat, an dessen Finanzierung dieFirma in reger Weise beteiligt ist.
Wie die Breslauer wandten sich auch die anderen schlesischenRegierungen sowie überhaupt die verschiedensten auswärtigen Behördenwie Magistrate und dergleichen in geschäftlichen Angelegenheiten an Eich-born & Co. „Wir haben der Königlichen Bank zu Breslau — schreibt dieOppelner Regierung, wie späterhin noch mehrfach, unterm 15. März 1822an die Firma — Viertausend Thaler in Bank-Obligationen gekündigt undersuchen Sie, die Gelder von dort in Empfang zu nehmen und dafür