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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
Entstehung
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Anerkennung Ausdruck zu geben. So schreibt sie ihr z. B. unter dem14. April 1810: „Wir danken Ihnen verbindlichst für die bisher so zweck-mäßig für uns dort geleiteten Geschäfte, indem wir mit den bisher be-dungenen Coursen sehr zufrieden sind und daher zu weiteren Wechsel-Einkäufen Ihnen auch heute abermals 50 000 Thlr bei der dortigen Ober-Salzkasse anweisen“ etc. . . Der Geheime Staatsrat L’Abaye, der einwarmer Freund der Firma war und uns noch mehrfach begegnen wird,hat hierunter dann noch folgende Nachschrift gesetzt: „Ich kann nicht

unterlassen, Ihnen meine Zufriedenheit für die gute Besorgung der Ge-schäfte zu bezeugen.“

Gelegentlich sind wohl Eichborn & Co auch bei günstiger Kaufs-gelegenheit fremder Devisen oder momentan ungünstigen Verkaufskursenfür die Münze vorschußweise mit 50 —100000 Rtlr für die Seehandlungin Auslage getreten, die ihrerseits der Firma zur Wollmarktszeit Gelderzur Verfügung gestellt hat. In Effekten beschränkte sich der Umsatz aufden Ein- und Verkauf großer Summen schlesischer Pfandbriefe, nament-lich in den Jahren 1814/15. Das in Breslau selbst bestehende Comptoirder Seehandlungssozietät scheint hauptsächlich zum Zweck der Entgegen-nahme sowie der Prüfung und Sortierung der fast ausschließlich in Scheide-münze erfolgenden Eingänge aus den verschiedenen Salzkassen und nurnebenbei auch zu Akzeptleistung auf Tratten der Generaldirektion inBerlin behufs zeitweiser Geldbeschaffung benutzt worden zu sein, wiedies z. B. gelegentlich der 500000 Taleranleihe des Jahres 1815, von derweiter unten noch die Rede sein wird, geschah. Bei den Berechnungender Münzzahlungen, die das Comptoir an Eichborn & Co geleistet hat,und die sich im Laufe der Jahre auf viele Millionen bezifferten, findetsich nirgends eine Erwähnung von Ausschuß 1 ), die sonst sehr vielfach vor-kommt; die Münze muß also vor der Zahlung an Eichborn & Co puri-fiziert worden sein.

1) Die Münze war so mit fremden Geprägen und gefälschten Stücken durchsetzt, daß bei jederZahlung Schwierigkeiten entstanden und Zurückweisungen erfolgten. Zwar wurden zur Hebung derÜbelstände Verifikations-Bureaus errichtet, doch erwiesen sich diese als zwecklos, da sie die ihneneingelieferten Beutel weder versiegelt noch bezeichnet Zurückgaben; sie halfen also in der Hauptsachegarnichts und wurden auch bald wieder aufgehoben.