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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
Entstehung
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Der Firma hat freilich der Beginn desselben zunächst einen Geschäfts-freund zugeführt, dessen Bedeutung die ihrer sämtlichen bisherigen Kundenbei weitem iibertraf, und dessen enge Verbindung mit Eichborn & Co fürdiese binnen kurzem von der allerhöchsten Wichtigkeit geworden ist. Eswar dies die Königliche Generaldirektion der Seehandlungssozietät in Berlin,mit der die Firma hin und wieder ja auch schon früher in Verkehr ge-standen hatte, die aber jetzt erst in laufende und sofort den größten Um-fang annehmende Beziehungen zu ihr getreten ist.

Der reguläre, die gleichbleibende Basis der Verbindung bildendeGeschäftsverkehr bestand hierbei darin, daß die Sozietät die in den Salz-kassen Schlesiens und Posens bezw. Polens eingehenden Gelder, die zumgrößten Teil in Münze bestanden, an Eichborn & Co abfiihren ließ. Diesehatten, da der Staat seine Zahlungen in Münze nicht leisten konnte, derenUmwandlung in Kourant zu bewirken und den Gegensatz dann in Wechselnauf Berlin oder andere von der Seehandlung zu bestimmende Plätze wieHamburg, Amsterdam, Frankfurt a. M., Augsburg, das damals ein Haupt-wechselplatz war, London oder Wien zu beschaffen. Für die der Firmaauf diese Weise in großen Mengen zukommende Münze fand diese selbstteilweise durch den Bedarf der Leinenfabrikanten, die fortgesetzt größereBeträge zur Bezahlung ihrer Arbeiter und der Garneinkäufer etc. bezogen,Verwendung. Nur selten wurden bei den hohen Transportgebührenseitens der Seehandlung Barsendungen nach Berlin beordert (das Portoeiner Sendung von 25000 Tlr in Silber von Breslau nach dort betrugz. B. im November 1810 260 Tlr 14 Sgl!) oder in anderer Weise überdie bei der Firma eingegangenen Gelder verfügt.

Die Summen, die auf diese Weise umgesetzt wurden, nahmenbinnen kurzem einen stattlichen Umfang an und erreichten z. B. im Jahre1810 die ansehnliche Höhe von circa l 2 3 Millionen Talern = 5 MillionenMark. Die Fournierung dieser für die damaligen Verhältnisse sehr großenBeträge in guten Wechseln setzt eine ganz außergewöhnliche Bekannt-schaft mit den Platzverhältnissen im allgemeinen wie im besonderen vorausund erforderte die größte Vorsicht. Die Sozietät hat daher häufig Anlaßgenommen, für die große Sorgfalt und peinliche Wahrnehmung ihresInteresses bei der Ausführung ihrer Aufträge der Firma gegenüber ihrer