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Das älteste und erste Bankhaus waren nun Eichborn & Co. JedenZweifel an der letzteren Tatsache wird die fortlaufende Betrachtung derGeschichte der Firma zerstreuen; hinsichtlich des ersten Punktes abergenügt es, um sich von seiner Richtigkeit zu überzeugen, einen Blickin den offiziellen, von den Kaufmannsältesten aufgestellten „Catalloguseiner wohllöblichen Kaufmannschaft zu Breslau“ vom 15. Dezember 1795zu werfen. Wir finden nämlich daselbst als Bankiers außer Eichborn& Co nur noch folgende, heutzutage nicht mehr existierende Firmenaufgeführt: Hoffmann & Dubensky,
Forni & Comp.,
Kleinwächter & Sohn,
Johann Gottlieb Kraker,
Schlipalius & Comp.,
Gebrüder Molinari,
Hans George von Wolff 1 ).
Überhaupt vollzogen sich in dieser Zeit in der Breslauer Handels-welt große Veränderungen; eine ganze Anzahl neuer Firmen wird begründet,während die alten mit geringen Ausnahmen bereits ihrem Ende entgegen-gehen. 1806 schließt Meisner seine Zusammenstellung der einzelnenBreslauer Geschäftshäuser mit folgender Bemerkung: „Gegen zwei Drittteileobiger Handlungen sind erst seit ohngefehr zehn Jahren entsprungen.Es lassen sich hieraus mancherlei Betrachtungen ableiten, doch schließeman ja nicht etwa auf eine bedeutende Zunahme des Breslauischen Handels. “Wohl aber verstehen wir jetzt ganz den folgenden kurzen Zusatz zuwürdigen, mit dem Sinapius in seinem „Mercantilischen Wegweiser in derHauptstadt Breslau 1802“ einzig und allein die Firma Eichborn & Coausgezeichnet hat: „Diese Handlung ist schon seit langen Jahren rühmlichbekannt“ 2 ).
1) Nach dem handschriftlichen Exemplar im Firmenarchiv; vgl. übrigens auch dieZusammenstellung der Breslauer Bankiers bei Sinapius, Der merkantilische Wegweiser in derHauptstadt Breslau (Breslau 1802), p. 20 ff. und Meisner, a. a. O., p. 119 f. — Die gegenwärtigeBreslauer Bankfirma O. v. Pachaly’s Enkel, die ihre Gründung auf das Jahr 1679 zurückführt, hatdas Bankgeschäft erst im späteren Verlaufe des 19. Jahrhunderts aufgenommen; sie betrieb damalsTuch-, Leder-, Indigo- und Commissionsgeschäfte.
2) A. a. 0., p. 20.