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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
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Diensten des Markgrafen Christian Friedrich von Ansbach-Bayreuth ge-standen und sich großen Ansehens in Weimersheim erfreut hatte, und mitacht Jahren seine Mutter, eine Tochter des Justizamtmannes Reibel inHallein, die nach dem Tode ihres Gatten nach dem benachbarten Schwabachübergesiedelt war.

In diesem Orte verlebte Johann Wolfgang seine erste Jugend undhatte das große Glück, trotz seiner frühen Verwaisung eine sehr aufmerksameund edle Erziehung zu genießen. Bis zu seinem fünfzehnten Jahre besuchteer die dortige Schule und begab sich dann, in dem Entschlüsse Kaufmannzu werden, nach Hof, wo er in die Handlung von Joh. David Wagnerals Lehrling aufgenommen wurde. Er blieb hier sechs Jahre und beschränktesich nicht darauf, gründliche Kenntnisse seines Berufes zu erwerben,sondern verwendete die Stunden der Muße, die französische Sprache zuerlernen und sich überhaupt eine höhere Bildung anzueignen. Der edleTrieb, sich in letzterer Hinsicht möglichst zu vervollkommnen, bestimmteihn dann, die bisherige beschränkte Stellung aufzugeben, um sich in derWelt umzusehen und eine Lage zu suchen, die ihm mehr Gelegenheitgebe, seine Einsichten zu erweitern und sich eine reichere Erfahrung zuverschaffen.

Einundzwanzig Jahre alt verließ er also 1783 Hof und begab sich,ohne eine bestimmte Aussicht zunächst zu haben, nach Augsburg zuseiner ältesten Schwester. Hier wurde er in dem Hause Jacob Hillebrandtsei. Erben bekannt, und kaum waren acht Tage vergangen, als man ihnals Kommis nach St. Gallen empfehlen konnte, wo er in das Handlungs-haus Friedrich Girtaner eintrat, deren bedeutende Geschäfte er dann vierJahre lang mit vielem Gewinn für die Erweiterung seiner Handelskenntnissegeleitet hat. Er bezog jedoch nur ein geringes Gehalt und war daher genötigt,sich sehr einzuschränken; doch erwies sich dies als ganz wohltätig fürihn, da er, wie er später mit einer gewissen Dankbarkeit selbst anerkannthat, hierbei gelernt habe, mit wenigem Haus zu halten und dennoch mitAnstand in der Welt zu erscheinen. Ein Anerbieten nach Nantes zu gehenkam seinem Wunsche, seinen Gesichtskreis zu erweitern und fremde Länderkennen zu lernen, in günstigster Weise entgegen. Er trat zunächst bei demHause Riedi & Thürninger daselbst ein, ging jedoch nach sechs Monaten