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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
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Würde dieser Umstand allein es schon rechtfertigen, wenn wireinen Augenblick hier innehalten, um bei der Persönlichkeit diesesMannes zu verweilen, so wird dies uns geradezu zur Pflicht, wenn wirvorausblickend bemerken, daß er dank seiner glänzenden Fähigkeiten undseiner großen geistigen Überlegenheit nicht nur die bedeutendste Erscheinungin der Firma gewesen sondern auch einer der angesehensten Bürger derStadt Breslau und ein eminent hervorragender Diener und Mitarbeiterdes Staates geworden ist.

Johann Wolfgang wurde am 10. April 1762 zu Weimersheim inMittelfranken bei Weißenburg a. S. geboren 1 ). Frühzeitig verlor er seineEltern, mit fünf Jahren seinen Vater, der als Forst- und Jägermeister in den

zur Antwort erhalten, daß die Kaufleute die Banco-Noten meistens von Berlin erhielten, und da dieKönigl. Banco nichts als dergleichen in Zahlungen erhielte, so könnte sie auch nichts anders alsBanco-Noten wieder ausgeben.

Daß die hiesigen christlichen Banquiers nicht unter diejenigen gehören, welche die Banco-Noten durch ihre Wechsel Operationes anhero ziehen, läßt sich schon daraus Schlüßen, weil sie alleMühe anwenden müssen die Posttäglich benöthigten baaren Gelder für die aus dem Gebiirgeerhaltenden auswärthigen Wechselbriefe aufzubringen und diese ihre Cassen haubtsächlich denenhiesigen Manufakturen wiedmen.

Um denen für den Schlesischen Handel und die inländischen Manufakturen aus diesenOperationen nothwendig entstehen müssenden nachtheiligen Folgen noch in Zeiten vorzubeugen sehenwir uns genöthiget Ewr. Excellenz und Ein hochlöbl. Königl. Haupt Banco-Direktorium unterthänigstzu bitten:

Durch Anweisung einer Summa Preuß. Corrent Geldes die hiesige Königl. Banco indie Verfassung zu setzen, daß so wohl die überflüssige Banco-Noten realisiret, als derDisconto in baarem Corrent Gelde hergesteliet werde.

Wir glauben, daß eine Summa von 1 bis 200 M. rthl: baar Corrent hinreichen werde demMangel abzuhelfen, und dadurch das pari der Banco Noten wieder herzustellen.

Wie in dieser Angelegenheit, die durch sofortige Erfüllung der vorstehend geäußerten Wünscheder Kaufmannschaft seitens des Haupt-Banco-Direktorium alsbald eine befriedigende Erledigung gefundenhat, ging die Breslauer Kaufmannschaft auch noch in anderen Eingaben mit dem Gebirgs-Handels-Stande Hand in Hand. Die unstreitig wichtigste derselben betraf die monopolartigen Vorrechte derSeehandlung, gegen die zugleich noch von den Kaufmannschaften in Danzig, Stettin, Königsberg undanderen Städten Beschwerde geführt wurde. (Siehe auch B-A, 792.) Ein weiteres Eingehen auf JohannFriedrichs Teilnahme an diesen und anderen allgemein wichtigen Verkehrs- und Handels-Fragen würdeuns zu weit führen; auch lassen die eben angeführten Beispiele ohnehin schon zur Genüge den Umfangund die Art und Weise seiner Tätigkeit in der Stellung als Kaufmanns-Ältester erkennen. Über weitereEingaben, Vorstellungen etc. der Kaufmanns-Ältesten s. u. a. Staats-Archiv zu Breslau M. R. VI 7c u. 9.

i) Die folgenden Mitteilungen sind größtenteils einem nach dem Tode von Joh. Wolfgangerschienenen Gedenkblatte von Oelsner entnommen. Die Familie Moriz stammt, soweit wir bisherfeststellen konnten, aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Brandenburgischen und ist mit ihremHerrscherhause gleichzeitig in Süddeutschland eingewandert.' Jedenfalls sehen wir wie den VaterJoh. Wolfgangs auch dessen Oheime, von denen der eine Oberförster in Altenkirchen (in der ehe-maligen Grafschaft Sayn-Altenkirchen), der andere Ober-Markt-Kommissarius und Amtsvogt in Ober-steinbach (Mittelfranken) war, erst zu der Zeit an diesen Orten erscheinen, wo dieselben unter Branden-burgische Herrschaft gekommen sind.